|
Die Schwarzbeinigkeit ist die wichtigste bodenbürtige Getreidekrankheit weltweit. Sie wird hervorgerufen durch den Pilz Gaeumannomyces graminis (früherer Name: Ophiobolus graminis).
Neben den Getreidearten – Wintergetreide wird in der Regel stärker geschädigt als Sommergetreide – gehören auch zahlreiche Ungräser, wie z.B. Knaulgras, Quecke und Trespe, zu den Wirtspflanzen des Pilzes. Gaeumannomyces graminis stört Wachstum und Funktion der Wurzeln und damit besonders die Wasser und Nährstoffaufnahme der Pflanze. Wenn bestimmte Risikofaktoren, wie z.B. eine getreidebetonte Fruchtfolge, gegeben sind, dann kommt es oft zu wirtschaftlich relevanten Ertragsverlusten.
Die ersten Berichte zur Schwarzbeinigkeit stammen aus dem Jahr 1852 und beschreiben eine verheerende Missernte bei Winterweizen in Australien. Damals wurde dieser Krankheit der Name Take-All gegeben – wörtlich übersetzt würde dies "nimmt alles" bedeuten, wobei der Ertrag gemeint ist.
|